09. 11. 2016
von Ingo Hermes

„Glück Auf!“ neuer Wildeshauser Stadtrat

Mit den besten Wünschen und einem großen Vertrauensvorschuss möchte die Mittelstandvereinigung Wildeshausen den neu gewählten Rat der Stadt in die neue Periode schicken. Die Hoffnungen sind sehr groß, dass durch die im Rat vertretenen Parteien ein investitionsfreudiges Klima in der Kreisstadt entwickelt wird, dass dazu beiträgt, alteingesessene Beriebe in Wildeshausen zu halten und neue, interessante Unternehmen anlockt.

Dies scheint uns umso wichtiger, als enorme Chancen oder auch Gefahren vor uns liegen. Um nur einige Projekte zu nennen, die in der kommenden Ratsperiode auf Rat und Verwaltung zukommen werden:

Umzug der Polizei – freie Immobilien an der Herrlichkeit. Hier gilt es, rechtzeitig die Weichen so zu stellen, dass dieses Herzstück Wildeshausens in die richtige Richtung entwickelt wird. Hier, direkt an der Alexanderkirche und an der Hunte gelegen, könnte ein kulturelles und gastronomisches Zentrum entstehen.

Umzug der Feuerwehr – auch hier wird im bislang vernachlässigten Zwischenbrücken eine Riesenchance frei. Was soll in der freiwerdenden Fläche und Immobilie geschehen; wird die Planung der Kreativgruppe „Alte Feuerwehr“ Einfluss auf die weitere städtebauliche Planung haben? Auch hier Chance und Risiko zugleich.

Marktplatz – wie wird es hier weitergehen? Hier haben einige Vertreter des Stadtrates in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade zur Vertrauensbildung bei Investitionswilligen beigetragen. Mit Mut und Weitblick kann hier sicherlich etwas Besonderes entstehen, was Tradition und Moderne bestimmt verträglich in Einklang bringen kann.

Industriefläche für heimische Unternehmen, die erweitern oder umsiedeln wollen (siehe Aktion HGV/MIT/“Willi wühlt“ bei Grashorn. Hier überwiegt sicher das Risiko gegenüber der Chance. Wenn hier nicht sehr bald entschieden wird und Fläche zur Verfügung gestellt wird (übrigens egal wo!) dann besteht die große Gefahr, dass sich interessierte, neue Unternehmen vorhandene Standorte außerhalb von Wildeshausen suchen und heimische Unternehmen, die aus den Nähten platzen oder einfach schon lange an ungünstiger Stelle positioniert sind, unsere schönen Stadt den Rücken kehren und ihre Steuern dann letztendlich auch an anderer Stelle entrichten werden.

Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog mit allen Ratsfraktionen, laden gern zur Diskussion mit der größten Interessenvertretung der hiesigen Wirtschaft ein und wünschen allen gewählten Mitgliedern des Rates mut zu guten Entscheidungen und einen erfolgreiche Arbeit für unsere Kreisstadt.

 

Ingo Hermes, November 2016

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